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  Oberschlesien  

Schlesien, zwischen den mitteleuropäischen Tälern und den Gebirgszügen Südeuropas gelegen, ist seit Jahrhunderten eine Brücke zwischen Westeuropa und dem Osten, zwischen den Donauländern und Polen. Es führten hierher seit dem Mittelalter Wege vom Osten nach Westen über Bytom (Beuthen), Opole (Oppeln), Wrocław (Breslau) und von Süden nach Norden über das Mährische Tor. Sein westlicher Teil wird als Niederschlesien, der östliche Teil als Oberschlesien bezeichnet.

Die Entwicklungswege beider Gebiete liefen manchmal parallel, manchmal ganz unterschiedlich. Im ersten Jahrhundert des zweiten Jahrtausends bildeten sie Teile einer einheitlichen Region mit überwiegend slawischer (polnischer) Bevölkerung. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts hatten beide Gebiete eine unterschiedliche Geschichte. Niederschlesien war schon fast rein deutsch, Oberschlesien dagegen überwiegend polnisch. Die beiden Teilen nimmt jetzt, nach dem 2. Weltkrieg, vor allem der östliche Teil eine Brückenfunktion wahr, wo im 20. Jahrhundert oberschlesische Polen, oberschlesische Deutsche, Polen aus den östlichen Gebieten, Deutsche aus den anderen Ländern, stellenweise auch Tschechen wohnten.

Was versteht man eigentlich unter Oberschlesien? Diese Frage erscheint ganz einfach. So ist das aber nicht. Heute wird in der Umgangssprache mit diesem Begriff nur der sogenannte Industriebezirk bezeichnet. Der übrige Teil, die jetzige Woiewodschaft Oppeln, wird als sog. Oppelner Schlesien bezeichnet. Bis 1922 haben beide Gebiete den Regierungsbezirk Oppeln gebildet. Außerdem gehören zu Oberschlesien auch Teile der jetzigen Republik Tschechien (z. B. bei Teschen/Cieszyn).

Wie gesagt, die Geschichte Schlesiens ist seit Jahrhunderten mit mindestens drei Völkern verbunden: den Deutschen, den Polen und den Tschechen. Hier vollzog die Geschichte Grenzziehungen, die nicht selten verändert worden sind.

Gerade in dieser Region, die nach 1945 ein Zankapfel zwischen Polen und Deutschland war, sieht man jetzt eine Brücke zwischen den beiden Nationen. Grundlage einer Verständigung und Versöhnung, worüber oft geschrieben wird, ist die Wahrheit über das schwere Schicksal des Landes vor und nach 1945, was man leicht vergisst (entsprechend in Polen nachher und in Deutschland vorher).

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